12 Dinge, die starke Führungskräfte beherrschen

Brandenburger Tor

Wie viele Vorgesetzte hattest du schon in deinem Berufsleben?

Welchen Einfluss haben die Chefinnen und Chefs deiner Vergangenheit auf deine Art heute zu Führen?

Die einfache Frage lautet für mich schon seit meiner Ausbildung: Was hat sie (die Führungskraft) an guten Eigenschaften, die ich übernehmen kann?

In diesem Beitrag geht es um 12 Dinge, die starke Führungskräfte beherrschen. Jeder dieser Punkte kann trainiert werden.

12 Dinge, die starke Führungskräfte beherrschen:

Der Weg
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Helikopterblick

In der Hektik des Alltages darf eine gute Führungskraft sich nicht zu sehr in einzelnen Bildern oder Szenen verlieren. Dazu gehört, sich selber bewusst machen, dass man Teil des Systems und der Situation in dem Moment ist.

Der stetige Helikopterblick , die Übersicht über das „große Ganze“ ist maßgeblich für den Erfolg.

Wenn du mal wieder im Alltags Dschungel gefangen bist, klettere auf den Baum und verschaffe dir die Übersicht.

Mir gefällt dazu folgender Satz zur Orientierung: Den kurzfristigen Sieg dem langfristigen Erfolg unterordnen.

Realistisch-optimistische Sichtweise

Eine realistisch-optimistische Sichtweise vermeidet einen zu „rosa-roten Blick“ auf die Dinge. Ich fokussiere mich auf das Gute, aber verschließe meine Augen nicht vor der Realität.

Ich sehe das Gute in meinem Team und in den Möglichkeiten. Doch dabei bleibe ich realistisch. Wenn die Situation es erfordert, werde ich geeignete Maßnahmen treffen.

Dabei dürfen mich auch negative Erfahrungen nicht davon abhalten, auch die guten Seiten zu erkennen. Das ist schwer und die schwache Führungskraft kennt 1000 Gründe, warum Misstrauen sinnvoller ist.

Es wird sich das vermehren, was wir fokussieren.

Aktives Zuhören

Ein häufiger Fehler ist, dass wir schon die Antwort vorbereiten, wenn mein Gegenüber noch spricht. Dass wir Bewerten und Einsortieren.

Wir denken uns unseren Teil dazu und füllen die leeren Stellen mit unseren Vorstellungen.

Eine gute Chefin kann gut zuhören. Hilfreich ist, nach dem Gesagten des Gegenübers eine kleine Pause zu lassen. In dem Raum tauchen oft in 1 bis 3 Sekunden noch Zusätze auf.

Versuche mit deinen Gefühlen bei der Person zu sein, die spricht. Das kann schwer sein, wenn die Meinung ganz anders als deine eigene ist.

Aktives Zuhören sorgt auch für ein wertschätzendes Umfeld.

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Menschen vertrauen können

Eine gute Führungskraft gibt stets einen gesunden Vorschuss an Vertrauen. Nur wer vertraut, kann effektiv delegieren. Nur wer effektiv delegiert, kann sein Team weiter stärken.

Dabei gilt die realistisch-optimistische Sichtweise. Also keine rosa-rote Brille.

Auch wenn dein Vertrauen als Führungskraft mal missbraucht wird. Gehe trotzdem wieder in die Vorleistung.

Das ist der Unterschied zur schwachen Führung. Hier ist häufig die Einstellung: „Ich habe es mit Vertrauen versucht bei den Mitarbeitern, hat nicht funktioniert.“

Empathie

Schaffe ich es, mich in mein Gegenüber hineinzuversetzen? Empathie heißt nicht, einer Meinung zu sein oder zu sympathisieren. Sondern die Gefühle der anderen Seite zu verstehen.

Du kannst deine Empathie trainieren, wenn du aktiv zuhörst.

Eine besonders gute Übung, wenn du komplett anderer Meinung ist als die andere Gesprächsseite.

Kommunikationsfähigkeiten

Was nützen dir die besten Leadership Skills, wenn du nicht gut kommunizierst? Als Führungskraft geht es ja um die Leistung deines Teams. Also ist ein Erfolgsfaktor, wie gut du die Themen an dein Team vermittelst.

Hast du keine wirksame Kommunikation, wird dein Team nicht die volle Leistung bringen.

Dazu gehören mehrere Faktoren. Rhetorik, Körpersprache und Wirkung sind nur ein Teil.

Der Faktor Kommunikationsfähigkeiten wird aus meiner Sicht stark unterschätzt im Führungskontext.

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Regelmäßige Selbstentwicklung

Lebenslanges Lernen und konsequente Selbstentwicklung. Nur weil ich etwas 10 Jahre lang gemacht habe, bedeutet es nicht, dass es richtig ist.

Auch von jungen Mitarbeitern kannst du als Chef was Lernen. Ich erspare dir an dieser Stelle den ausgelutschten Spruch mit dem Rudern gegen den…. du weißt was ich meine!

Stelle dir die Frage, welche Fähigkeiten und Dinge du als Führungskraft in den letzten 3 Monaten dazu gelernt hast. Wie hast du dein Repertoire erweitert?

Lieber regelmäßig 10 Minuten für Selbstentwicklung investieren als sehr selten mal ein paar Stunden.

Resilienz

Der Begriff Resilienz kommt aus der Physik. Es geht um die Fähigkeit eines Stoffs sich verformen zu lassen und dennoch wieder in die ursprüngliche Form zurück zu gelangen.

In der Psychologie spricht man von der Kraft, mit Niederlagen, Krisen und Rückschlägen umzugehen. Der Begriff tauchte erst seit den 50er Jahren auf.

Doch das Thema hat eine viel längere Faszination auf uns, seit sich die Menschen Geschichten erzählen. Die Heldenreisen erzählen uns seit jeher von Rückschlägen und Krisen, die es zu meistern galt.

2 Punkte, die helfen können, resilienter zu werden: Kenne dein eigenes Leitbild und deine Werte und erkenne deine Einflussmöglichkeiten.

Das wunderbare an den eigenen Einflusschancen: Je mehr du erkennst, umso mehr werden folgen. Aber: Das gilt auch umgekehrt.

Wer sich in Passivität „suhlt“, wird noch hilfloser werden.

Starke Leader haben eine innerliche Balance.

Als Führungskraft kannst du dir einer Sache sicher sein: die nächste Krise wartet schon auf dich.

Manchmal groß, manchmal klein.

Sei gewappnet auf das Unwetter und bringe dein Team da gut durch. Das ist deine Aufgabe.

Wenn alles „flach“ und gleichmäßig verläuft, wäre es doch fürchterlich langweilig. Und du könntest die Höhen auch nicht genießen.

Tobias
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Vorhersehbar sein

Sei vorhersehbar als Chefin. Ändere nicht ständig deine Meinung als Chef.

Wenn der Mitarbeiter A macht, sollte sie ungefähr ahnen wie die Chefin reagiert. Im Negativen so wie im Positiven.

Es ist die Hölle für Teams, wenn der Chef auf den gleichen Reiz heute so und morgen so reagiert.

Das sorgt für mangelnde Sicherheit im Team.

Risiko Management und Entscheidungen treffen

Chefs, die immer Nr sicher gehen, bekommen auch immer Nr sicher Ergebnisse.

Mittelmaß halt.

Nein, du sollst keinen Harakiri Modus machen. Aber schon einen Hang zum kalkulierten Risiko.

Gesundes Risikomanagement

Dazu gehört auch, Entscheidungen zu treffen. Wer keine Entscheidung trifft, trifft auch eine Entscheidung.

Wir treffen fast alle 3 bis 5 Sekunden eine Entscheidung. Die Entscheidungen in der Führung können dabei weitreichende Auswirkungen auf das Team und die Firma haben.

Dabei ist es unmöglich, das jede Entscheidung der Führungskraft richtig ist. Starke Leader wissen das und scheuen sich trotzdem nicht davor.

Denn permanente Angst vor einer Fehlentscheidung kann dazu führen, dass du den falschen Weg wählst.

Zum Thema Entscheidungen findest du hier zu einem kompletten Artikel

Zeitmanagement und Priorisierung

Einer der Topfaktoren für Führungskräfte: die richtige Priorisierung.

Die Fähigkeit, zu den weniger relevanten Dingen Nein zu sagen.

Wir haben kein Problem mit der Zeit, denn die ist immer gleich. Jeder Tag hat 24 Stunden. Du kannst die Zeit nur durch Priorisierung beeinflussen.

Alles auf Prio 1, bedeutet nichts auf Prio 1 zu haben.

Entscheide dich, wofür du den Tag nutzen möchtest. Was sind deine wichtigsten Top 2 Prios? Was sind die 2 wichtigsten Aufgaben des Tages?

Hier findest du einen kompletten Artikel über Zeitmanagement.

Die Uhr am Fenster
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Authenzität

Was bedeutet es, authentisch als Führungskraft zu sein?

Für mich bedeutet es, nach meinen Werten und Emotionen zu handeln. Nach meinen Überzeugungen. Dass ich mich gebe, wie ich bin. Das ich ehrlich bin und mir der Konsequenz meines Handelns bewusst bin.

Authenzität, ja! Aber bitte nicht immer. „Ich bin so wie ich bin“ ist nicht immer sinnvoll als Leader.

Also, versuche als Führungskraft in fast allen Situationen authentisch zu handeln. Und habe die Weisheit zu erkennen, wann du besser anders beraten bist.

Das waren 12 Dinge, die starke Führungskräfte beherrschen. Welche Ergänzungen hast du? Ich freue mich darauf, in den Kommentaren.

Oder direkt an mich.

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Veröffentlicht von Tobias Völlmecke

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