Wie du deine Widerstandskraft trotz stürmischer Zeiten erhöhst

Diamant

Tobi trifft… Tim Robert Zander (Start-up-Wikinger) – Über die Widerstandskraft

Eines ihrer Geheimnisse war ein Extrakt aus faulender Fischleber.

Sie nutzten es zur Stärkung für ihre Seefahrten und Schlachten. Und als Schmiermittel für ihre Schiffe.

Lebertran, in seiner Ursprungsform ein Rezept der Wikinger Druiden.

Zeitsprung zurück ins Jahr 2021. Ich treffe den Start-up-Wikinger Tim Robert Zander.

Keine Sorge, Tims Rezept ist kein fauler Fisch vom Druiden. Sondern Resilienz. Der Umgang mit Krisen und Veränderungen.

Auf das eine, erfolgreiche Start-Up gibt es im Schnitt neun, die es nicht schaffen und nach kurzer Zeit wieder in der Versenkung verschwinden.

Innerhalb der ersten Jahre.

Über die neun hören wir nichts. Unter den Teppich gekehrt. Insolvenzen und Burnouts anstatt dem nächsten Investor, der mit einsteigt.

In diesem Hochleistungsumfeld ist der Umgang mit Krisen und Niederlagen ein maßgeblicher Erfolgsfaktor.

Wie gehe ich als Gründerin damit um, wenn mein Lebenswerk zu scheitern droht? Wenn es doch keinen Markt gibt. Die Gelder ausgehen.

Die Niederlage und der Neustart gehören dazu.

In diesem Beitrag geht es um wikingerhafte Resilienz. Um deine psychische Widerstandskraft.

Gemeinsam mit dem Start-up Profi und Resilienz Experten Tim Robert Zander, der seit 10 Jahren über die Meere der Start-ups und Wissenschaften reist.

Tim ist der Start-up-Wikinger.

© Copyright 2021 Tim Robert Zander– Urheberrechtshinweis

Folgende Inhalte findest du in diesem Artikel:

Es war einmal… vom Umgang mit Krisen

Resilienz. Auch wenn das Wort selbst noch gar nicht so alt ist in der Psychologie, so begleitet es uns doch seit frühesten Menschheitstagen.

Wie gehen wir mit Krisen um? Wie mit Veränderungen?

Es geht um die Reise der Heldenfigur. Um die Überwindung der Angst. Die Geschichten damals am Lagerfeuer (und heute auf Netflix oder in der Mediathek) dienten zur Unterhaltung. Wie der Held der Gefahr trotzte. Die glückliche Wendung der Geschichte. Der Sieg über den Wolf oder Drachen.

Und die Heldin am Ende siegreich war.

Gleichzeitig wurde (zumindest damals) auch so Wissen weitergegeben.

„Achtung, der Wald ist gefährlich! Dort lebt der hungrige Wolf.“

Wobei: die Gefahren waren damals etwas offensichtlicher. War es zu jener Zeit ein hungriger Säbelzahntiger, ist es heute vielleicht ein passiv-aggressiver Vorgesetzter. Oder eine intrigante Kollegin. Oder viele, kleine Mini-Stressoren, die dauernd auf uns einprasseln.

Einzeln: Harmlos.

In der Masse: Ein Debakel… bis der berühmte Tropfen kommt, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Egal ob der Drache in der Geschichte oder die Alltagskrisen unserer Zeit:

Es geht darum, wie deine persönliche Heldenreise verläuft. Du bist die Heldin deiner Geschichte.

Wie du die Krisen und Hindernisse überwindest.

Dabei gibt es nicht die eine Definition von Resilienz. Manche muten seltsam an und alles andere als gesund.

Wenn Resilienz mit Abhärtung verglichen wird. Als Mittel, um noch mehr zu erreichen. Immer höher, schneller, weiter. Bis es nicht mehr weiter geht.

Tim verfolgt genau die andere Richtung. Die eigenen Gefühle anzuerkennen, die eigene Verletzlichkeit.

Ungewohnt, da wir erzogen worden sind, unsere Emotionen zu verstecken.

Dazu gehört auch, seine Schwächen und Fehler anzuerkennen. Schauen wir uns das Thema Fehler und Scheitern einmal näher an.

Fail fast and early

Scheitern ist ein Teil des Erfolgs. Wer in der ständigen Angst vorm Scheitern ist, wird weniger Erfolg haben.

Das Problem: In Deutschland ist Scheitern nicht hoch angesehen. Lieber wenden wir viel Kraft darauf aus, den Fehler zu vermeiden oder zu verschleiern.

Wir können viel von Start-Ups über eine gesunde Fehlerkultur lernen.

Anstatt viel Energie darauf zu verwenden, Fehler zu vertuschen oder zu vermeiden sollten wir unsere Fehler als Grundlagen unserer zukünftigen Erfolge sehen.

Mindset: „Ich weiß, dass Fehler aufkommen, daher sollte ich diese möglichst früh machen und daraus lernen.“

© Copyright 2021 Tobias Völlmecke– Urheberrechtshinweis

Pathogenese versus Salutogenese

Bei Pathogenese geht es um die Entstehung von Krankheiten. Im Fokus steht die Krankheit. Die Pathogenese fragt: Was macht krank?

Das Gegenteil ist die Salutogenese: Was macht gesund?

Gesundheit bedeutet viel mehr, als die reine Abwesenheit von Krankheit.

Der Begriff Salutogenese wurde geprägt von dem Medizinsoziologen Aaron Antonovsky. Als Gegenentwurf zur Pathogenese fokussierte Antonovsky gesundheitsfördernde Verhaltensweisen und Faktoren.

Den Ansatz der Salutogenese: „Wie schaffe ich gesunde Menschen anstatt später Krankheiten zu behandeln?“

Doch wie kann der Ansatz der Salutogenese im Rahmen der Resilienz aussehen?

Dazu ein kraftvolles und einfaches Modell aus dem Buch „Die resiliente Führungskraft“ von Wolfgang Roth.

Das 4-Reifen Modell (nach Wolfgang Roth)

© Copyright 2021 Danny Herzog-Braune– Urheberrechtshinweis

Nach der Metapher des 4 Reifen Modells (von Wolfgang Roth) steht unsere Resilienz auf 4 Reifen. Wie ein Wagen.

Sozio-Reifen (deine Bindungen, deine Familie, deine Freunde und dein Umfeld)

Psycho-Reifen (die Fähigkeit, die eigenen Gefühle anzuerkennen und zu wissen was mir selbst gut tut)

Sinn-Reifen (Was ist dein persönliches Wozu?)

Körper-Reifen (Ernährung, Bewegung, Sport und Schlaf)

Ist auf allen Reifen ausreichend Druck drauf? Oder dreht ein Rad schon auf der Felge? Hast du 2 Reifen mit wenig Druck und 2 mit besonders viel?

Eine besondere Gefahr, auf die das Modell aufmerksam macht: Wenn du in manchen Phasen deines Lebens vielleicht nur auf 2 oder 3 Reifen rollst, kann dass eine ganze Weile gutgehen. Es läuft, keine Krise, die Sonne scheint…

Reisewetter.

Doch was machst du, wenn es turbulenter wird? Glatteis, holprige Wege und Krisen… die garantiert kommen werden!

Wie sieht dein persönlicher Reifendrucktest aus?

Schau dir deine 4 Reifen an. Was sind deine Kraftspender in dem Reifen? Und was sind deine Krafträuber?

Blumen
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Fazit

Eine Abkürzung für die Stärkung der eigenen Resilienz gibt es nicht. Wir werden das ernten, was wir gesät haben. Das 4-Reifen Modell hilft, meinen aktuellen Ist Zustand zu bewerten.

Dabei können wir uns unsere Resilienz wie einen Muskel vorstellen: Dieser wächst in den Erholungsphasen, nicht beim Training. Kontinuität ist der Schlüssel.

„Besonders Meditation oder autogenes Training kann uns bei regelmäßiger Ausführung unterstützen.“ rät Tim. Raus aus der ständigen Anspannung kommen.

Für Führungskräfte kann eine mögliche Vision sein, Gesundheitsmanagement als festen Teil der Strategie zu betrachten.

Dazu gehört auch Hinschauen, Hinhören und Hinfühlen. Sicherlich nicht einfacher geworden in Zeiten des Home Offices. Doch dafür umso wichtiger.

Wenn du mehr über Tim und Resilienz erfahren möchtest, besuche Resilienz Consulting.

Resilienz Consulting berät und unterstützt Firmen und Privatpersonen, um die Führungswelt der Zukunft menschlicher zu gestalten. Gemeinsam mit Wolfgang Roth und Danny Herzog-Braune widmet sich Tim dieser Vision.

Brandenburger Tor
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Veröffentlicht von Tobias Völlmecke

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