Zeit für einen Jobwechsel? 5 Gründe, dir schnell was Neues zu suchen

Verbunden

„So ein Drecksladen. Die haben keinen Respekt vor uns! Keine Wertschätzung!“

Sie hat sich ständig aufgeregt. Geschimpft wie ein Rohrspatz. Gemeckert. Gezetert.

Eine frühere Arbeitskollegin, die jeden Tag das gleiche Lied gesungen hat. Manchmal hatte sie Recht.

Oft hatte sie übertrieben.

Weißt du, was ich dabei faszinierend fand? Dass sie so viele Jahre geschimpft hat, ohne aktiv zu werden. Dass sie sich „diesen Sauladen“ jeden Tag aufs Neue angetan hat.

Uhr

Doch das Beste kommt noch.

Eines Tages erzählte sie voller Stolz, dass sie gekündigt hat. Einen neuen Job antreten wird. In einer anderen Firma.

Ich gratulierte.

Doch nach weniger als 4 Monaten stand sie wieder auf der Matte. Wollte den alten Job wieder.

Die haben sie zurückgenommen.

„Das ging gar nicht. Bin echt froh, wieder hier zu sein.“

Ich erinnere mich gerne an die Kollegin zurück, wenn ich Menschen über ihren Job oder ihre Beziehung meckern höre.

Menschen, die eigentlich eine Wahl haben.

Es ist nicht der Job oder die Beziehung, die diese Menschen unglücklich macht. Sondern ihre eigene Passivität. Sie haben sich für die Partnerin entschieden. Sie haben sich für den Job entschieden.

Nicht ich bin schuld. Sondern meine Partnerin. Mein Chef. Das Wetter. Corona. Und so weiter.

„Ich würde ja, aber meine Frau/mein Chef usw…“

© Copyright 2020 Tobias Völlmecke– Urheberrechtshinweis

Verstehst du, worauf ich hinaus will?

Natürlich macht ein Jobwechsel oft Sinn, aber entscheidend sind dabei deine Motive, deine Gründe.

In diesem Artikel möchte ich mir 5 gute Gründe für einen Jobwechsel anschauen.

Dabei geht es nicht darum, was du der neuen Arbeitgeberin erzählen sollst, um dich möglichst gut zu verkaufen. Von dieser Sorte gibt es schon unzählige Beiträge im Netz.

Nein, es geht in diesem Artikel um dich, um deine Gründe für einen Jobwechsel.

Angekettet an deinen Job?
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I (don`t) love my job

Über ein Drittel aller Angestellten sind mit ihrem aktuellen Job unzufrieden.

OK, manche Statistik sagt mehr, die andere weniger.

Fakt ist, dass ein großer Teil der Angestellten in Deutschland so tickt wie meine Kollegin aus dem Intro. Manche laut und manche leise. Aus meiner Sicht gibt es viele falsche Gründe für einen Wechsel. Das kann im Desaster enden. In jedem Fall verbessert es deine Situation nicht. Und das sollte ja stets ein Ziel beim Jobwechsel sein. Das sich deine persönliche Situation durch den Wechsel verbessert.

Zwei Beispiele:

Romantisieren der neuen Stelle „Da ist es ja so toll. Dort wird es besser.“ Auch da wirst du Dinge finden die nicht gut sind. Setze die rosarote Brille ab. Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite.

Schnellschüsse Ein Jobwechsel sollte genau bedacht werden. Ohne Emotionen. Auch wenn das schwerfällt. Nur weil du mal Ärger mit der Chefin hast, musst du nicht gleich kündigen.

Auch gerne gemacht: Erstmal Zwischenzeugnis anfordern. Wofür? Welcher potentielle, neue Arbeitgeber besteht auf ein Zwischenzeugnis? Wer wechseln will, braucht kein Zwischenzeugnis.

Oder gleich die halbe Belegschaft über dein Wechselvorhaben informieren.

Besser: In Ruhe für sich eine Bestandsaufnahme machen. Pro und Contra. Was sind meine persönlichen Wechselgründe? Was sind die Gründe hinter den Gründen?

Dann eine Entscheidung treffen, die notwendigen Handlungen einleiten.

Ich weiß, das schreibt und liest sich jetzt so einfach…

Mauer Flower
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Lass uns nun zu Gründen kommen, in denen ein Jobwechsel in jedem Fall Sinn macht.

5 gute Gründe, dir schnell einen neuen Job zu suchen

Deine Arbeit macht dich krank

Jobs, die krank machen. Dabei geht es nicht nur um Burn-Out oder Depression. Ein Anzeichen kann das Gefühl sein, wenn du an deinen Job denkst.

Oder Einschlafprobleme. Ständige Anspannung.

Dabei gilt es zu unterscheiden, ob es sich gerade um eine Phase handelt oder einen Dauerzustand.

Jeder Job hat mal stressige Zeitfenster. Doch wenn das dauernd der Fall ist, dann ist es Zeit zu gehen.

Du kommst nicht mit deinem direkten Vorgesetzten klar

Egal, wie gut du sonst in deinem Job bist. Wenn du kein gutes Verhältnis zu deiner direkten Vorgesetzten hast, wird es schwierig. Ich rede von ständigem Ärger und Misstrauen. Nicht davon, dass es mal knirscht.

Nein, du musst nicht „best buddy“ mit deinem Chef sein. Aber ein gesundes Verhältnis auf der Arbeitsebene ist ein maßgeblicher Erfolgsfaktor.

Sollte das trotz Bemühungen nicht klappen, ist ein Jobwechsel ratsam.

Die Formel „gute Tage“ versus „schlechte Tage“

Versuche, das Verhältnis gute Tage versus schlechte Tage zu ermitteln. Wenn der Schnitt bei weniger als 4 zu 1 liegt, dann sieh zu, dass du dir was Neues suchst. Also 4 gute Tage zu 1 schlechten Tag meine ich… nur zur Sicherheit!

Die Formel   

Auf 4 gute Tage im Job sollte maximal 1 schlechter Tag kommen

Tipp: Schreibe dir doch einfach mal die nächsten 15 oder 20 Arbeitstage nach Feierabend dein Resumee auf.

Guter Tag oder schlechter Tag. Wie ist dein Schnitt?

Dein Gehalt kommt nicht pünktlich

Wenn dein Arbeitgeber nicht zuverlässig die Gehälter auszahlt, ist es Zeit für einen Wechsel. Wenn das passiert, kannst du davon ausgehen, dass es nicht bei einer unpünktlichen Auszahlung bleiben wird.

Das mag jetzt für 90% da draußen eine Selbstverständlichkeit sein. Ist es aber leider nicht.

Keine Möglichkeit der persönlichen Entwicklung

Welchen Weg möchtest du als Führungs- oder Fachkraft gehen? Thematisiere das mit deiner Vorgesetzten. Welche Möglichkeiten gibt es in deiner Firma?

Natürlich geht es hier um die lange Sicht, um die Optionen.

Wenn du keine Chancen für deine persönliche Entwicklung siehst, dann suche dir was Neues. Gefährlich wird es, wenn dein Job nur noch Routine und Wiederholungen ist und du nichts Frisches mehr dazu lernst.

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Das waren 5 Gründe, dir schnell einen neuen Job zu suchen.

Welche Gründe fallen dir noch ein? Schreib gerne in die Kommentare. Oder persönlich direkt an mich .

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Veröffentlicht von Tobias Völlmecke

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